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- Urinius-Syndrom -
Dauerhaftes Pinkeln im Unterricht
Wir haben wieder einmal eine völlig verrückte und natürlich nicht ernst gemeinte E-Mail an die verschiedensten Empfänger geschickt dann und ganz in Ruhe die Antworten abgewartet. Sehen Sie selber, wie unterschiedlich die Leute da so reagiert haben.
Anfrage:
| Sehr geehrte Damen und Herren,
bevor ich meine Tochter bei Ihrer Schule anmelde, möchte ich gerne wissen, wie sich die Schule verhält und welche Maßnahmen getroffen werden, wenn meine Tochter das neuartige Urinius-Out-Syndrom hat?
Diese Krankheit ist schnell erklärt. Körperlich ist alles gesund. Seelische Zwänge halten meine Tochter jedoch dazu an, ziemlich genau alle 5 Minuten Wasser lassen zu müssen.
Sie hat auch immer eine Schüssel dabei. Könnte Sie dann immer in einer Ecke des Klassenzimmers urinieren oder könnte Sie eventuell alle 5 Minuten das Klassenzimmer verlassen, um zum WC zu gehen?
Bitte geben Sie mir eine Antwort per Mail. Vielen Dank.
Mit freundlichen Gruß
Helga Wilken |
Antwort von Schule Nr. 1:
Sehr geehrte Frau Wilken,
wir werden uns gegenüber Personen, die uns nicht bekannt sind, überhaupt nicht zu solchen Problemfeldern äußern. Ich bitte um Ihr Verständnis.
W.
(Schulleiter) |
Antwort von Schule Nr. 2:
Sehr geehrte Frau Wilken,
diese für die Familie sicher schwierige Situation würde ich gerne in einem
persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtern. Bitte teilen Sie mir Ihren Wunschtermin mit.
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried
Schulleiter
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Antwort von Schule Nr. 3:
Sehr geehrte Frau Wilken, darf ich Helga sagen ?
Unsere Schule ist auf alles eingestellt. Jede Klasse verfügt über
wandhängende WC´s. Ich freue mich über die Anmeldung Ihrer Tochter.
Mit freundlichen Grüßen
(Schulleiter)
Pipi - Langstrumpf - Gymnasium |
Antwort von Schule Nr. 4:
Sehr geehrte Frau Wilken,
selbstverständlich hat sich das Gymnasium auf die leider immer größer werdende Zahl der am Urinius-Out-Syndrom erkrankten Schüler und Schülerinnen eingestellt, so dass die doch oft als erniedrigend empfundene Mitnahme einer Schüssel unseren Schülern - und gegebenenfalls dann auch Ihrer Tochter - erspart bleibt.
Dank der weisen Voraussicht unseres Zweckverbandes wurde bei unserer letzten Erweiterung auch an einen Toilettentrakt für die betroffenen Schüler gedacht. So ist dieser Raum mit den nierenförmig angeordneten Kabinen nicht nur sehr einladend gestaltet, sondern auch mit allen für das heutige Lernen so wichtigen digitalen Medien ausgestattet worden. Die Kabinenwände sind im Gegensatz zu den anderen Toiletten nur 1 m hoch, so dass jederzeit Sichtkontakt zum Lehrer besteht und so das emotionale Lernen auch in diesem Raum nicht zu kurz kommt. Für unsere erkrankten Schüler findet somit der Unterricht in einer überaus lernfördenden Umgebung statt.
Leider aber sind wir auch hier so überfüllt, dass sich mitunter zwei Schüler einer Jahrgangsstufe eine Kabine teilen müssen. Bitte teilen Sie uns daher mit, ob es Ihrer Tochter möglich sein wird, die Toilettenschüssel im von Ihnen angesprochenen Zeitraum von 5 Minuten nur jeweils für 2,5 Minuten zu nutzen, so dass eine Mitschülerin ebenfalls zu ihrem Recht kommt.
Noch sehr viel bessere Bedingungen werden Sie im derzeit im Bau befindlichen -Gymnasium finden, an dessen Planung wir beteiligt waren, so dass wir uns vehement für die Möglichkeit des integrierten Lernens einsetzen konnten. Unsere Anregungen haben dazu geführt, dass in diesem Neubau die wegweisende Technik der Urinvernetzung verwirklicht wird, damit gesunde und kranke Schüler miteinander unterrichtet werden können. In allen Räumen wird es daher Anschluss an ein Abwasser-C-Rohr geben, so dass auch bei einer steigenden Zahl von am Urinius-Out-Syndrom erkrankten Schülern und Schülerinnen keine Engpässe zu befürchten sind.
Bei diesem neuen System wird es für jeden erkrankten Schüler möglich sein, sich beim Betreten des Klassenzimmers mittels eines 1/2-Zoll-Steckanschlusses (wie ihn z.B. die Firma Gard liefert) an dieses Entwässerungssystem anzudocken. Gerade diese schnelle Möglichkeit des An- und Abdockens war eine Grundvoraussetzungen für die Genehmigung des Systems, denn nur so ist sicher gestellt, dass im Fall eines Alarms alle Schüler - gesunde wie erkrankte - in kürzester Zeit das Schulhaus verlassen können.
Um das System nutzen zu können, müsste bei Ihrer Tochter - wie bei allen anderen am Urinius-Out-Syndrom erkrankten Schülern und Schülerinnen - dann lediglich ein Spezialdauerkatheter mit entsprechender Anschlussmöglichkeit gesetzt werden. Dieser Katheter bietet dann auch ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit, so fern Sie die Schultasche Ihrer Tochter mit einem entsprechenden Auffangbehälter aufrüsten, der je nach Kapazität sogar für die gesamte Mittagspause ausreichend sein kann. Die Kosten hierfür übernimmt nach Absprache im Allgemeinen die private Krankenkasse.
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen gedient zu haben.
Sollten Sie sich entschließen, Ihre Tochter am Gymnasium anmelden zu wollen, so melden Sie sich bitte möglichst bald persönlich bei uns, damit noch ein Platz für Ihre Tochter frei gehalten werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Sybille |
Antwort von Schule Nr. 5:
Sehr geehrte Frau Wilken,
über derrtige Probleme pflegen wir an der Schule ausschließlich im persönlichen Gespräch und nicht per Mail zu kommunizieren. Wenn Sie also für das Schuljahr 2011/2012 in ERwägung ziehen, Ihre Tochter am -Gynasium anzumelden, dann empfehlen wir neben der Teilnahme an einem der Informationsabende für Grundschuleltern die Teilnahme am Tag der Schule voraussichtlich im Januar 2011 sowie die Vereinbarung eines Termins zu einem persönlichen Gespräch mit dem Schulleiter zum gegebenen Zeitrpunkt.
Die Termine für die Elterninformationsabende sowie den genauen Termin für den Tag der Schule entnehmen Sie bitte ab Oktober 2010 den Ankündigungen auf unserer Webseite.
Mit freundlichen Grüßen
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